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Inter­na­tio­nal: Geschäfte mit Spanien – worauf Sie achten wollen

Ein Mann und eine Frau schütteln sich die Hände vor einem Aufsteller der TFU mit einem Bild von einem Drachen.

Ein Gast­bei­trag von María Allúe Millán, Español de Negocios – Partner für Business in Spanien

Obwohl Spanien und Deutsch­land in Europa liegen und die geogra­fi­sche Distanz zwischen beiden Ländern nicht zu groß ist, gibt es dennoch einige wichtige Unter­schiede. Wenn man also erfolg­reich in Spanien sein will, gilt es ein paar Dinge zu beachten.

Ein erster wichtiger Unter­schied ist der körper­li­che Kontakt, der in Spanien eine andere Bedeutung genießt als in Deutsch­land. Zwischen Männern gilt der Hände­druck zur Begrüßung und Verab­schie­dung. Dies kann auch bei Erst­be­geg­nun­gen zwischen Männern und Frauen gelten. Je nach Situation, spätes­tens nach einem ersten Gespräch, muss man aber beachten: In Spanien gehört es zu den guten Umgangs­for­men, dass Männer und Frauen sich gewöhn­lich mit zwei Küsschen auf die Wangen begrüßen und verab­schie­den. Das gilt auch in der Business-Welt!

Ein großer Unter­schied — und für die Nord­eu­ro­päer speziell gewöh­nungs­be­dürf­tig — ist die spanische Sicht zum Thema Pünkt­lich­keit. Es ist ohne Frage richtig, dass Spanier generell nicht pünktlich sind, ande­rer­seits gilt speziell bei Business Meetings: zu spät ja, aber nicht viel zu spät! Norma­ler­weise gehören zehn Minuten Verspä­tung zum guten Ton.

Generell nutzen die Spanier bei der Vorstel­lung die Vor- und Nachnamen, Titel benutzt man dagegen selten. Sie haben im Gegensatz zu Deutsch­land nicht diesen wichtigen Stel­len­wert. Da man in Spanien bei Geburt jeweils den ersten Teil des Nach­na­mens des Vaters und der Mutter übernimmt, besitzen die Spanier in der Regel zwei Nachnamen.

Jeder Spanier pflegt einen großen Stolz zu natio­na­lem Essen, Klima und Lebensart. Spanier sind fest davon überzeugt, dass ihr Lebens­stil einer der besten der Welt ist. Jeder Spanier freut sich sehr über Lob zu diesen Themen. Ein gelun­ge­ner Start in ein jedes Geschäfts­es­sen in Spanien kann entspre­chend schnell gefunden werden. Wenn also der spanische Gesprächs­part­ner in ein gutes Restau­rant einlädt, dann ist Lob über das Essen ein gelun­ge­ner Beitrag. Ande­rer­seits sollte man Kritik über das Leben in Spanien, Stier­kampf oder zu typischen Produkten auf jeden Fall vermeiden.

Achtung Nähe: Des Weiteren ist es durchaus üblich, dass während eines Meetings der Spanier den Gesprächs­part­ner öfter einmal körper­lich berührt. Ohne Vorankün­di­gung wird die in Deutsch­land gelebte Barriere zwischen den Gesprächs­part­nern durch­bro­chen; dies zeigt die Nähe und das Interesse für den anderen.

Teil der spani­schen Geschäfts­kul­tur ist es auch, dass der Geschäfts­part­ner zu Beginn einer Geschäfts­be­zie­hung nicht gerne über Gesprächs­the­men in Bezug auf seine Firma,  seine Branche oder seinen Wett­be­werb spricht. Man benötigt ein Mindest­maß an Vertrau­lich­keit zwischen den Geschäfts­part­nern um über gewisse Themen zu sprechen. Vermeiden Sie daher, wenn möglich, diese Themen zu schnell anzu­spre­chen und warten Sie ab, bis der Geschäfts­part­ner darauf zu sprechen kommt.

Einen wesent­li­chen Aspekt zum Schluss: Stil und Kleidung! In Spanien ist es sehr wichtig, dass man für jede Gele­gen­heit korrekt gekleidet ist. Dabei spielen Eleganz, Gepflegt­heit und Qualität der Kleidung eine große Rolle und sollten unbedingt im Einklang mit der Situation und dem Image stehen.

Ich lade Sie ein, Spanien kennen­zu­ler­nen: Sicher werden Sie nicht enttäuscht, denn es ist wahr: Spanien ist anders!

Saludos cordiales,
María Allúe Millán
Español de Negocios
89129 Langenau (Ulm)
Mobil:    +49 172 9999092
Email:    info@espanol-de-negocios.com
Web:      www.espanol-de-negocios.com

Veröffentlicht am 14. Oktober 2013 von International

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