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Kahnemann: “Schnelles Denken, langsames Denken” und ein paar Antworten auf die Frage, wie Sie Ihre Markt­ein­füh­rung am besten hinbe­kom­men

Ein Mann und eine Frau schütteln sich die Hände vor einem Aufsteller der TFU mit einem Bild von einem Drachen.

Markt­ein­füh­run­gen von Inno­va­tio­nen sind schwierig, das ist bekannt. Banken / Inves­to­ren / Kunden zeigen sich — ganz irra­tio­nal — weit weniger am möglichen Gewinn als am poten­ti­el­len Risiko inter­es­siert.

Wer mehr über die Gründe solchen Verhal­tens wissen und Ansatz­punkte dafür finden möchte, wie damit umzugehen ist, dem sei das neue Buch von Daniel Kahnemann, Psycho­loge, Verhal­tens­öko­nom und Nobel­preis­trä­ger für Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten empfohlen: “Schnelles Denken, langsames Denken” (Siedler-Verlag)

Kahnemann analy­siert die verschie­de­nen “Teile” unseres Selbsts und beschreibt mit einer Fülle von Beispie­len, wie sich unser intui­ti­ves Denken vordrängt, selbst wenn es eigent­lich um rationale Entschei­dun­gen geht. Offen­sicht­lich haben wir keine statis­tisch geschulte Intuition, oder wir würden viele Fehler nicht machen. Weder seine Leser noch sich selbst schont er, wenn er auch eigene Fehl­schlüsse aufzeigt und uns mit scheinbar einfachen Fragen daran erinnert, dass wir alle ähnlich und zwar manchmal — vorher­seh­bar — falsch ticken.

Seine Buch zeigt, wie Entschei­dun­gen entstehen und welche Einfluss­fak­to­ren wichtig sind. Oder hätten Sie gedacht, dass es uns darum geht, eine möglichst gute Geschichte aus unserem Leben zu stricken?

Unter anderem erfahren Sie, dass und warum die Aussicht auf Gewinn von der Furcht vor Verlusten mehr als über­la­gert wird. Ihre Banker und Kunden verhalten sich eben nicht “rational” (Sie übrigens auch nicht), sondern meinen höchstens, das sei so. Wir alle entschei­den meist aus dem Bauch heraus. Wenn Sie aber verstan­den haben, wie der Mensch tickt, können Sie versuchen, Ihre Infor­ma­tio­nen so zu verpacken, dass sie richtig(er) verstan­den werden.

Rezepte gibt es keine, Sie müssen selbst Ihre Schlüsse ziehen. Das aber ist hoch spannend. Ergeb­nisse aus Verhal­tens­öko­no­mie, Statistik und Psycho­lo­gie warten auf Ihre Ideen zur Anwendung bei Ihren nächsten Verhand­lun­gen. Viel Erfolg und Krea­ti­vi­tät!

Veröffentlicht am 8. Februar 2013 von Ulrike Hudelmaier

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