Corona: Die Lage wird ernster. Nachschärfen notwendig.

Was ich im letzten Beitrag von vor wenigen Tagen zu Wissenschaft, Immunisierung geschrieben habe, ist weiter gültig. Bitte geht impfen! Menschen mit Immunisierung, bitte haltet trotzdem Abstand und lasst Euch auch die 3. Impfung geben.

In der Zwischenzeit gehen die Zahlen – erwartungsgemäß – durch die Decke. Aufgrund der neuen Warnstufen in BW (Alarm) und Bayern (Katastrophen) und der ab dem 22.11. gültigen Bundesgesetzgebung schärfen wir unsere Maßnahmen nach.

In unseren Häusern gilt ab sofort:

  • Maskenpflicht in allen öffentlichen Bereichen (Eingang, Teeküchen, Toiletten, Gänge).
  • Besprechungsräume können von Teams unserer Mieter nach 3G-Regeln, bei Einbeziehung Externer nach 2G bespielt werden.
  • Strikte 2G-Regel für alle Besucherinnen und Besucher der Häuser.
  • Ab Montag, den 22.11. gelten lt. juristischer Beratung auf Bundesebene die 3G-Regeln für alle Unternehmen, ohne Untergrenze für Mitarbeitendenanzahl.
  • Test gelten bei 3G nur mit Beleg.

Testungen: Schnelltests statt Selbsttests

Die Unterscheidung in Selbsttest und Schnelltest war bisher nicht sehr wichtig, ist es aber inzwischen. Wir boten Selbsttests an. Um Test dokumentieren zu können, sind diese aber nur geeignet, wenn sie unter Aufsicht stattfinden. Das bindet Arbeitskräfte bei jedem der Unternehmen und es kämen bereits angesteckter Menschen bis in die Häuser, was wir vermeiden wollen.

Daher: Schnelltests scheinen aktuell das Mittel der Wahl, diese gibt es kostenlos in den Testzentren oder in Apotheken. Wir nutzen diese Vorgehen ab Montag, 22.11. für unser Team und berichten Euch.

Bereits klar ist folgendes:

  • Diese Tests müssen vor Arbeitsantritt im jeweils vereinbarten Intervall zu absolviert werden.
  • Wichtig sind wohnortnahe Testzentren, so dass im Falle eines positiven Tests sofort und ohne viel Fahrzeit reagiert werden kann.
  • Man kann im Vorfeld feste Termine machen, so dass es keine Wartezeiten geben sollte.

Selbsttests gibt es weiterhin bei uns, sie können aber nur für persönliche Zwecke verwendet werden.

Unser Team hält sich an alle Regeln, weil wir immer bedenken, dass wir als TFU als Dienstleister für viele eine hohe Verantwortung tragen.

Bitte unterstützt uns dabei! Ganz herzlichen Dank!

Corona: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“ ..

… das soll der deutsche Botschafter dem österreichischen um den 1. Weltkrieg herum gesagt haben. Was der geantwortet hat, erzähle ich Euch am Schluss, jetzt erst mal die Fakten und unsere Ableitungen für sinnvolles Handeln:

Fakten:

  • Die Deltavariante ist sehr ansteckend und hat die Karten neu gemischt.
  • Impfungen wirken weiter sehr gut gegen schwere Verläufe, aber

nach 2-3 Monaten nicht mehr so sicher gegen Ansteckungen. Immer noch ganz gut, aber nicht so gut, dass man sich vollkommen frei verhalten könnte.

Man ist bereits einige Tage vor Symptombeginn ansteckend, viele Menschen haben asymptomatische Verläufe und merken gar nichts.

  • PCR-Tests testen auf das Virus selbst und finden auch die frühen Fälle, Antigen-Test testen auf „tote Viren“, schlagen also erst an, wenn die erste Runde durch ist. Das dauert ein paar Tage.
  • Eine Booster-Impfung bringt dann noch einen deutlich verbesserten Schutz, wohl auch gegen Ansteckung, und das langfristig.
  • Die aktuelle Situation wird vor allem bei Menschen ohne Impfschutz zu Ansteckungen mit eventuellen Folgen führen. Zu erwarten sind errechenbar schweren Verläufen, je nach Altersgruppe und Vorerkrankung.

Unser Ansatz:

Ansteckende Menschen rechtzeitig die Chance geben, sich sofort zurück ziehen können, um das Virus nicht zu verbreiten.

Ansteckungen möglichst lange vermeiden, um die Krankenhäuser nicht zu überlasten – es geht dabei nicht nur um Betten für Corona-Betroffene, sondern um alle Schwerkranken.

Mittelfristig sind Ansteckungen nicht zu verhindern, das ist uns klar.

Unsere Ableitungen für die TFU:

  • Es testen sich alle im Team mindestens 3 Mal pro Woche – Montag, Mittwoch, Freitag; wenn kein Impfschutz vorhanden ist, jeden Tag.
  • Testen tun wir uns daheim, so dass jemand mit positivem Ergebnis gar nicht erst im Haus aufschlägt.
  • Raumluftfilter laufen, zentral aufgestellt. Masken werden je nach Situation und natürlich entsprechend der Vorgaben der Länder eingesetzt.

Tests bei uns zum Selbstkostenpreis

Die Antigentests geben wir an alle Partnerunternehmen in den Häusern und allen Start-ups zum Selbstkostenpreis weiter. Wir bevorzugen Spucketests, das macht man bei so häufigen Testungen einfach lieber als in der Nase herum zu stochern.

Preis aktuell EUR 2,54 zzgl. MWSt. Stäbchentests sind noch günstiger.

Impfen – bringt das denn noch was?

Sich impfen zu lassen, ist auch jetzt noch sinnvoll:

Nach spätestens 6 Wochen ( 1. Impfung jetzt – 2. Impfung nach 4 Wochen plus 2 Wochen, bis der Impfschutz ausgebildet ist) habt Ihr dann für den Winter einen sehr guten Schutz nicht nur vor schweren Verläufen, sondern eben auch vor Ansteckung und Infektiosität.

Diese 6 Wochen mit Testungen und AHA-Regeln zu überwinden fällt sicher leichter, als den ganzen Winter über aufzupassen und weiter große Mengen an Testmüll zu produzieren.

Die Booster-Impfung sollte von allen bereits Geimpften nach (spätestens) 6 Monaten gemacht werden, da mit Delta die Situation einfach eine andere wurde.

Wissenschaft

Wir verlassen uns auf evidenzbasierte Wissenschaft und vollziehen die Erkenntnisgewinne der Fachleute nach, damit sind wir seit Beginn der Coronaphase gut gefahren. Die Fragen, die ich mir zu Anfang stellte, sind nach mehreren Milliarden Impfungen nachhaltig und wissenschaftlich fundiert beantwortet. Ich bin überzeugt, dass eine Immunisierung per Spritze deutlich besser ist als eine per Ansteckung.

Die Idee, sich so gut zu schützen, dass man sich gar nicht ansteckt, ist nicht umsetzbar. Das Virus wird uns erhalten bleiben, wir müssen jetzt dafür sorgen, dass die Situation möglichst bald endemisch wird. D.h., alle Menschen sind irgendwie immunisiert. Auch Menschen mit Immunisierung werden sich regelmässig wieder anstecken.

Also besteht nach meiner Erkenntnis lediglich die Wahl zwischen Impfen und irgendwann doch angesteckt werden. Ich persönlich schätze die Gefahr der Erkrankung deutlich höher ein als die der Ansteckung, zumal es ja auch immer andere betrifft, die Erkrankte ungewollt anstecken können.

Wirtschaft und Start-ups

Was wir nicht vergessen sollten: die Menschen sind mürbe, die Wirtschaft leidet, viele in Einzelhandel und Gastronomie können einfach nicht mehr. Noch ein Winter mit angezogener Handbremse? Das sollten wir niemandem antun.

Macht also mit, helft Menschen, die Fragen haben und seid nett zu allen, die noch nicht immunisiert sind. Falschen Informationen sollten wir dabei auf der Basis wissenschaftlich erarbeiteter Fakten entgegen treten und bloße Meinungen nicht als Fakten akzeptieren. Auf dieser Basis ist ein Austausch möglich, davon bin ich überzeugt.

Und zum Schluss noch die Auflösung vom Anfang: der österreichische Botschafter soll geantwortet haben: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“

Hoffnungslos ist gar nichts, aber ernst sollten wir die Dinge schon nehmen, dabei aber zuversichtlich in die Zukunft schauen. Wir kriegen das hin. Aber es könnte und muss schneller gehen!

Weiterhin viel Erfolg beim faktensicheren Start-uppen und bis bald

Eure

Ulrike

Invest BW: Webseminar am 10.11., 10-12h

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat am 15. Oktober 2021 die zweite Runde von Invest BW, dem größten branchenoffenen, einzelbetrieblichen Innovationsförderprogramm in der Geschichte des Landes gestartet. Bis Ende 2022 stehen bis zu 200 Millionen Euro zur Verfügung.

Für die einzelbetriebliche Innovationsförderung werden regelmäßig technologieoffene und missionsorientierte Förderaufrufe ausgeschrieben, die jeweils quartalsweise veröffentlicht werden. Zur Antragstellung gilt das Stichtagsprinzip. Die eingereichten Vorhaben werden nach festgelegten Förderkriterien und unter wettbewerblichen Gesichtspunkten bewertet. Der erste technologieoffene Förderaufruf endet mit dem 15. Januar 2022, hierfür sind 40 Millionen Euro vorgesehen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen und Start-Ups aus Baden-Württemberg. Verbundvorhaben können auch gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus Baden-Württemberg Anträge einreichen. Die Förderung wird technologieoffen in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses als Anteilsfinanzierung durch das Land gewährt.

Weitere Informationen finden Sie auf https://invest-bw.de.

Gerne stellen wir Ihnen das Förderprogramm zusammen mit dem beauftragten Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH vor und beantworten Ihre Fragen zur Antragstellung. Wir laden Sie ein zu einem

interaktiven Web-Seminar am 10. November 2021 um 10-12 Uhr.

Die Teilnahme am Web-Seminar ist kostenfrei.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter

https://register.gotowebinar.com/register/1311677108050113294

Wir freuen uns, wenn Sie den Veranstaltungshinweis auch an Ihre Netzwerke sowie Ihre interessierten Partnerinnen und Partner weitergeben.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Mit freundlichen Grüßen

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an den Projektträger

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Geschäftsstelle Stuttgart
Marienstraße 23
70178 Stuttgart

Founders‘ Werk in der HNU

Wir gratulieren gerade ganz schön häufig, aber es gibt halt auch so viele tolle Projekte, (Wieder-) Eröffnungen und Neuanfänge, Finanzierungserfolge nicht zu vergessen – und so gratulieren wir uns mit großer Begeisterung durch unser schönes Ökosystem.

Diesmal dem Founders‘ Space an der HNU, wo heute ein sehr cooles Pitch-Event mit sage und schreibe 14 Teams stattfindet. Ich bin in der Jury und stimme hightechmäßig digital ab. Einzig die Kriterien der Bewertung sind bei so diversen Thema etwas schwierig fair zu anzuwenden. Ich tue mein Möglichstes.

Noch wissen wir nicht, wer gefördert wird, aber ich drücke den Pitchendem und den Jurierenden die Daumen für viel Erfolg!

Land verlängert Corona-Hilfsprogramme bis zum 31. Dezember 2021

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit unseren bewährten Programmen werden wir die Betriebe auch weiterhin dabei unterstützen, diese historische Krise zu überstehen“

Der Ministerrat hat die Verlängerung weiterhin erforderlicher Corona-Hilfsprogramme des Landes beschlossen. Damit können die von den Folgen der Pandemie betroffenen Unternehmen und Selbstständigen in Baden-Württemberg auch über den 30. September 2021 hinaus die notwendige Unterstützung erhalten. „Viele von der Pandemie betroffene Unternehmen und Selbstständige stehen noch immer vor großen Herausforderungen. Es ist davon auszugehen, dass auch in den kommenden Monaten noch viele Betriebe zu geringe Einnahmen haben werden, um ihre laufenden Kosten finanzieren zu können – insbesondere in den hart betroffenen Branchen. Mit unseren bewährten Programmen werden wir sie auch weiterhin dabei unterstützen, diese historische Krise zu überstehen. Die aktuelle Verlängerung der Programme bis zum Jahresende ist deshalb wichtig“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Im Gleichschritt zu den Corona-Hilfen des Bundes werden wichtige landesseitige Programme unter Beibehaltung der bestehenden Förderkonditionen bis zum 31. Dezember 2021 fortgeführt.

Zu den verlängerten Landesprogrammen zählt der Tilgungszuschuss Corona, der eine der wesentlichen Förderlücken in der Überbrückungshilfe des Bundes schließt und mit dem Dienstleistungsunternehmen Zuschüsse von insgesamt bis zu 300.000 Euro für den gesamten Förderzeitraum 2021 zu Tilgungsraten für Kredite erhalten können.

Auch das Programm Start-up BW Pro-Tect zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen bei innovativen Start-ups mit Wachstumspotenzial wird bis zum Jahresende fortgeführt. Damit können weiterhin Start-ups, bei denen trotz bisher aussichtsreicher Entwicklung aufgrund der Corona-Pandemie Liquiditätsengpässe ausgelöst wurden, unterstützt werden. Diese jungen Unternehmen erfüllen aufgrund ihres Unternehmensalters oder der noch nicht erreichten Kapitaldienstfähigkeit häufig nicht die Anforderungen anderer Corona-Hilfen und sind daher auf das Unterstützungsangebot des Landes angewiesen.

Die Krisenberatung Corona wird ebenfalls verlängert. Im Rahmen dieses Programms können Unternehmen bis zu vier kostenlose Beratungstage erhalten und werden dabei unterstützt, ihre unternehmerische Lage zu bewerten, Möglichkeiten der Liquiditätssicherung zu prüfen und Strategien zur Krisenüberwindung und zum Neustart nach der Krise zu entwickeln.

Herzlichen Glückwunsch, Bosch Rexroth!

Direkt in unserer Nachbarschaft hat Bosch-Rexroth gerade Einweihung ihres phantastischen neuen Gebäudes zu feiern. Komplett mit Hausmesse Unlock the Future. Hightech auf einem großen Spielplatz (inklusive futuristischem Zeltpark) auf der Freifläche gegenüber.

Ich sitze gerade auf der „Rough-Tribüne“ und freue mich an elektrisch angetriebenen mobilen Arbeitsmaschinen.

Alles Gute, liebe Rexrother! Tolle Show!

Neuer Risikokapitalfonds für Baden-Württemberg gestartet

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Weiteres Instrument, um Start-ups gerade in der risikoreichen Anfangsphase wirksam zu unterstützen. Investoren und Start-ups sind bei der MBG in den besten Händen“

Das Land Baden-Württemberg hat die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg bei der Entwicklung eines neuen Risikokapitalfonds unterstützt. Der „Start-up BW Innovation Fonds“ kann als Nachfolger des erfolgreichen „VC Fonds BW“ und Teil der Gründungsoffensive „Start-up BW“ seit Juli investieren. „Mit dem ‚Start-up BW Innovation Fonds‘ haben wir ein weiteres Instrument an der Hand, um Start-ups gerade in der risikoreichen Anfangsphase wirksam zu unterstützen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Ich freue mich, dass sich die MBG mit unternehmerischer und langjähriger Investoren-Erfahrung aktiv um Auswahl und Unterstützung der Beteiligungen des Fonds kümmert. Investoren und Start-ups sind dort in den besten Händen. Start-ups sind Treiber des Strukturwandels. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Stärke Baden-Württembergs zu erhalten und unser Gründerland national und international zu stärken.“ Ziel des neuen Fonds sei es, Baden-Württemberg zu einer der gründungsfreundlichsten Regionen Europas zu machen. Das Fondsmanagement übernehme die MBG.

„Damit ein Start-up erfolgreich wachsen kann, benötigt es eine passende Finanzierung. Hier sind Kreditfinanzierungen aufgrund fehlender Sicherheiten oft nicht geeignet. Gerade in der Wachstumsphase besteht ein großer Bedarf an Risikokapital“, betonte MBG-Geschäftsführer Dirk Buddensiek. „Bei dem Fonds erhalten die jungen Unternehmen jedoch nicht nur eine Eigenkapitalfinanzierung, sondern sie profitieren auch vom unternehmerischen Know-how und vom breiten Netzwerk der Investoren.“

Bereits mit dem vor sieben Jahren ins Leben gerufenen „VC Fonds BW“ hat sich gezeigt, dass ein Risikokapitalfonds für Start-ups aus der Tech-Branche zum Sprungbrett werden kann. Insgesamt hat dieser Fonds Beteiligungen an zehn Unternehmen erworben, von denen sich einige trotz früher Unternehmensphase sehr erfolgreich entwickelt haben. Inzwischen wurden bereits sechs Unternehmen, wie „EIT“, „Babybe“ und „sevDesk“, veräußert und die realisierten Rückflüsse an die Investoren und damit auch an das Land Baden-Württemberg ausgeschüttet.

Weitere Informationen

Der „Start-up BW Innovation Fonds“ richtet sich wie sein Vorgänger vor allem an baden-württembergische Start-ups aus den Branchen Informations- und Kommunikationstechnologie, digitale Transformation, industrielle Innovation sowie Gesundheitswesen/Medizintechnik. Das Land sieht in dem Investment in den Fonds einen wichtigen Impuls für die Start-up-BW-Kampagne des Landes Baden-Württemberg und national wie international ein starkes Signal für den Start-up-Standort.

Geplantes Gesamtvolumen des Fonds sind 50 Millionen Euro – davon konnten im sogenannten First Closing bereits 35 Millionen Euro bei Investoren wie Banken und Versicherungen eingeworben werden. Auch das Land Baden-Württemberg ist im First Closing als Investor dabei. Bis Anfang 2022 können weitere professionelle Kapitalgeber in den Fonds einsteigen. Start-ups können Finanzierungen von ein bis drei Millionen aus dem Fonds erhalten – das Investment ist jedoch kein Fördergeld, sondern orientiert sich an den Marktchancen der Unternehmen und ist rein renditeorientiert. Die Suche nach interessanten Beteiligungen hat bereits begonnen. Erste Abschlüsse sind noch in diesem Jahr geplant.

Wie wir Risiken besser erkennen und einschätzen

August Macke: Seiltänzer; Public Domain

Einen interessanten Artikel habe ich heute auf „Perspective Daily“ (einem interessanten Online-Projekt für lösungsorientierten Journalismus, auf Mitgliederbasis) gefunden:

https://perspective-daily.de/article/1791/k0sEKYvX

Häufig zitiert wird Professor Gerd Gigerenzer. Dessen Buch „Risiko“ kann ich Interessierten aus der TFU ausleihen, das habe ich im Bestand. Sehr anregend zu lesen.

Nach der Lektüre kennt Ihr dann so tolle Worte wie „Assoziationsverfügbarkeit“ – so was lässt das Gegenüber in einer Diskussion zuverlässig vor Neid erblassen 🙂

Eine Fülle der erwähnten Faktenboxen zur besseren Einschätzung von Risiken findet sich auf der Website des Harding-Zentrums: https://www.hardingcenter.de/de

Burgfest!

Sommer, Sonne, Netzwerk! Am Montag hat sich das Ulmer Start-up Ökosystem auf Einladung der TFU, des Creative Energy Accelerators und des Start-ups aurivus auf der Wilhelmsburg zum gemeinsamen Feiern und Netzwerken getroffen. Gründe zu Feiern gab es einige: zuallererst natürlich die Möglichkeit, sich wieder persönlich zu treffen und auszutauschen. Den erfolgreichen Start des Creative Energy Accelerators, mehrere erfolgreiche Finanzierungsrunden für Start-ups und den letztjährigen Erfolg von aurivus beim CyberOne-Award.

Bei perfektem Wetter gab´s neben kühlen Getränken, bester Verpflegung und guten Gesprächen auch geführte Touren durch das historische Gemäuer mit beeindruckendem Ausblick über Ulm. Alle Akteure des Ökosystems arbeiten weiter hart daran, dass die Gründe für eine baldige Wiederholung dieses schönen Abends nicht ausgehen. Danke an alle, die den Weg auf die Wilhelmsburg gefunden und mit uns gefeiert haben!

Start-up BW Pro-Tect: Landesregierung verlängert Rettungsschirm für krisengeschüttelte Start-ups

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut: „Industriepartner und private Investoren halten sich weiterhin zurück, was in Folge das Aus für viele Gründerinnen und Gründer bedeuten kann. Unser Programm hilft ihnen, die Zeit bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken“

Der Rettungsschirm „Start-up BW Pro-Tect“ für krisengeschüttelte Start-ups wird bis Ende September verlängert und von 30 Millionen auf 36 Millionen Euro aufgestockt. Das hat der Ministerrat heute (22. Juni) beschlossen. „Start-ups sind durch die Corona-Pandemie weiterhin in einer sehr schwierigen Lage. Industriepartner und private Investoren halten sich bislang mit neuen Start-up-Kooperationen und Investments zurück, was in der Folge das Aus für viele Gründerinnen und Gründer bedeuten kann. Dies betrifft bei weitem nicht nur Start-ups mit Bezug zur Gastronomie, Touristik oder anderen ganz unmittelbar stark von der Pandemie betroffenen Brachen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Unser bundesweit einzigartiges Programm hilft den Jungunternehmen, die Zeit bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. Die Start-ups haben in dieser Ausnahmesituation außerdem kompetente Ansprechpartner vor Ort, an die sie sich wenden können.“

„Start-ups leisten einen wesentlichen Beitrag bei der Beschleunigung notwendiger Transformationsprozesse im Bereich der Digitalisierung, der Mobilität und des Klimaschutzes. Ein Aus der Programmförderung würde diese wichtigen Prozesse behindern. Gerade nach der Pandemie ist Baden-Württemberg auf solche Nachwuchsunternehmen mehr denn je angewiesen“, ergänzte die Ministerin. In Baden-Württemberg sei das Gründungsgeschehen stärker auf B2B, also auf Geschäftskunden konzentriert. „Während der Pandemie war es für viele Start-ups nicht möglich, neue Geschäftskunden zu gewinnen, sich auf Fachmessen zu präsentieren oder bereits avisierte Pilotprojekte umzusetzen – etwa im Bereich der Smart-Produktion, in der Industrie oder bei mittelständischen Unternehmen.“

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg unterstützt Start-ups in der Corona-Krise seit Juni 2020 mit dem Förderprogramm „Start-up BW Pro-Tect“. Pro-Tect ist eine Ausweitung der bundesweit einmaligen Frühphasenförderung „Start-up BW Pre-Seed“ auf krisengeschüttelte Start-ups, die die erste Finanzierungsrunde schon erfolgreich beendet und erste Markterfolge bereits erzielt haben. Seit dem operativen Start von Pro-Tect Ende Juni 2020 erhielten bis heute bereits über 140 Start-ups eine Unterstützung. Dies entspricht einem Bewilligungsvolumen von rund 25 Millionen Euro aus Landesmitteln sowie zusätzliche Mitteln von privaten Ko-Investoren in Höhe von rund 5 Millionen Euro.

Weitere Informationen

„Start-up BW Pro-Tect“ wird wie ein Wandeldarlehen gewährt und kann einen ersten Kapitalbedarf von bis zu 200.000 Euro abdecken, wovon 80 Prozent vom Land finanziert werden und 20 Prozent von privaten Ko-Investoren stammen müssen. In begründeten Ausnahmefällen kann der Zuschuss auch bis zu 400.000 Euro betragen.

Die Voraussetzungen für eine Förderung sind:

  • Der zusätzliche Liquiditätsbedarf muss aufgrund von negativen Effekten durch Corona entstanden sein.
  • Die Gründung des Start-ups darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen und es wurden noch keine Gewinne ausgeschüttet (Gemäß Artikel 22 AGVO).
  • Grundsätzlich darf noch nicht mehr als zwei Millionen Euro Eigenkapital aufgenommen worden sein.
  • Es muss sich um ein wachstumsorientiertes Geschäftsmodell handeln, welches im Kern von innovativen Produktentwicklungen oder Anwendungen getragen wird (zum Beispiel KI-Anwendungen, Plattformtechnologien, E-Commerce, Smart-Green-Technologien, Industrie 4.0 oder Life Sciences).
  • Die Empfehlung sowie die Begleitung muss durch einen Start-up BW Accelerator und Programmpartner von „Start-up BW Pre-Seed“ erfolgen.
  • Privaten Ko-Investoren müssen unverändert mindestens 20 Prozent der jeweiligen Start-up-Finanzierung zu gleichen Konditionen wie das Land übernehmen.
  • Die Berechnungsgrundlage für den Finanzierungsbetrag ist der „Cashburn“, also die fortlaufenden zahlungswirksamen Kosten abzüglich etwaiger Umsätze der nächsten sechs Monate.

Das Programm ist ein zentraler Bestandteil der Landeskampagne „Start-up BW“ des Wirtschaftsministeriums und wird von der L-Bank, der Förderbank des Landes Baden-Württemberg, betreut.

Weitere Informationen finden Sie unter www.startupbw.de.