bawükommt 2018 – 2. Tag

Köln. Früher Morgen.

Blick vom Startplatz Köln

Erste – freiwillige -Anstrengung beim Startplatz in Köln: wie geht bloß der Knoten auf und wie kriegt man all diese Stückchen im Würfelform? Geht eigentlich nicht, muss aber. Wie im richtigen Leben..

Vorstellung Bundesverband Deutscher Startups, Landesgeschäftstelle NRW

viel Ehrenamt im Flächenland NRW; 16 Mio. Menschen im Umkreis von 50km von Köln. Sehr zerhackte Förderlandschaft: jede der vielen Städte macht was eigenes. BVdS versucht, mit dem Namen NRWalley dagegen zu steuern.

Nachdem der Chef, Lorenz Gräf, dann auch da ist, ein paar Hintergründe, die aber naturgemäß nicht wesentlich anders sind, als bei uns.

CAPNMIC ventures, ein VC-Finanzierer mit Unternehmensbetreuung, für den digitalen Bereich. Erster Eindruck: was haben die alles für Sprüche (an der Wand) –

bin gespannt, ob da noch was Echtes kommt.

Hannes Rohde, Principal, hat selbst gegründet und macht tatsächlich einen ganz echten Eindruck. Mit Corporates haben er es nicht so, wie auch Mitarbeiter Lukas und Jan. Jede Woche kommem ca. 50 Pitchdecks rein – da kommt also einiges zusammen, z.B. zu Fragen, welche Ideen gerade sehr häufig sind.

Jetzt wird gepitcht und Fragen im VC-Bereich gestellt.

Weiter zu Eyeo, Macher von Adblock Plus.

Vor 7 Jahren gegründet, inzwischen 130 Leute aus 30 Nationen – heiss und gerichtlich umstritten. Gründer Till erzählt über Probleme der Werbefinanzierung: Überangebot, sinkende Preise – noch mehr aufdringliche Werbung mit immer mehr Adblockern.

Wer adblocker installiert, will die richtige Werbung sehen und soll akzeptierbare Werbung zulassen. Dafür soll der Werbetreibende über Anteile der zusätzlichen Umsätze zahlen.

Die Kriterien werden über eine Non-profit-Organisation festgelegt. Das Programm ist immer noch open-source.

Spannend: Rechtsabteilung im Startup. Vortrag vom Hausjuristen Kai Recke.

Weiter nach Düsseldorf in den Factory Campus. Oder auf den Factory Campus? Werden wir sehen.

Eigentümer ist eine Einzelperson. Mal anrufen…

Ca. 4.000qm, Ausbau auf 34.000qm geplant

Gesamt ca 100 Mio Projektsumme bis 2020, inkl. Hochschule und Biotechlabore.

Nächste Station: Trivago. Nicht mehr so richtig ein Startup, ein Unicorn.

Peter Vinnemeier, einer der Gründer, erzählt die company journey, „From rowboat to frigate“.

2005 gegründet, 2006 erste Mitarbeiter, seit 2008 Hyperwachstum, 2016 Börsengang (wahrscheinlich auch der größte Fehler, den zu machen).

Inzwischen als – bestimmender – Berater von Trivago tätig. Konzentration auf den Fokus Hotel insbesondere seit 2008.

Warnung vor der Konzentration auf Finanzierungsrunden: aufs Produkt konzentriert, kleine, leichtgewichtige Finanzierungen..mit dem leben, was wir haben, Gehaltsverzicht.

Inzwischen Konzernabschlüsse.

Marketinggetrieben, ausschliesslich Messbares. „Entrepreneurial passion – power of proof“. Mathematiker sind seit 2009 im Unternehmen.

Geschäftsführung und Vorstand plus Leadership-Team.

Bei allem Erfolg: Auf die Kultur aufpassen! Vertrauen bewahren, wenig Politik und wenig Friction. Gründer kanntem sich sehr gut, sind aber sehr verschiedene Persönlichkeiten – einer der Erfolgsfaktoren.

Selber denken, keine Philosophien von aussen. Starke funktionale Organisation wurde vor 2 Jahren in Pillars umgestellt: Marketing. Hotel Search, Advertiser Relations (wie Google, bid auf Hotelpreis). Es gibt keinen CTO mehr, einzelner Bereich bestimmt die Richtung, Abteilungsgrenzen runter. Jede Säule hat eigene Führungsstruktur, Koordination noch über Peter Vinnemeier als Berater.

Inzwischen 1.200 Mitarbeiter, Wertesystem aktiv bearbeiten. Grundwertesystem muss geteilt werden. Im neuen Gebäude seit Juni.

Jetzt geht es von growth auf profitability.

Kleine Nebenerkenntnis: runde Lampen sind nicht nur bei uns in der Startup-Lounge cool!

Und jetzt noch ein Abschiedsfoto

und weiter nach Amsterdam.

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