Archiv für den Monat: November 2016

IHK: keine Vorurteile pflegen, sondern Leistungen nutzen!

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Viele Startups und GründerInnen haben eine feste Vorstellung im Hinterkopf: die IHK erhebt „Zwangsgelder“ und tut nichts dafür.

Meiner Erfahrung nach ist das weit gefehlt. Noch besser: Sie kriegen sehr viel ganz umsonst. Wenn das kein attraktiver Deal für uns sparsame Schwäbinnen und Schwaben ist!

Am Anfang Ihrer Selbständigkeit zahlen Sie erst mal gar nichts. Manche Kurse kosten etwas, klar. Aber viele Vorträge, Veranstaltungen, Informationen und persönliche Auskünfte sind gratis.

Nach 3 Jahren Ihrer Selbständigkeit wird dann ein Beitrag erhoben. Die Berechnung beruht auf Ihrem Gewinn (Das wird gerne verwechselt. Ihr Gewinn, nicht Ihr Umsatz!)

Bei gar keinem Gewinn liegt der „Mindestbeitrag“ in Ulm bei EUR 120 im Jahr.

Bei einem Gewinn von EUR 100.000 zahlen Sie im Jahr EUR 330. Das sind 0,3%. Und wenn Sie größere Räder gedreht und 1 Mio Gewinn geschafft haben, zahlen Sie EUR 4.250, also 0,4%.

Die Beitragsfrage wirbelt zwar viel Staub auf, ist aber meiner Meinung nach eher nebensächlich, s. obige Beispiele. Wenn Sie die IHK und ihre Möglichkeiten aktiv nutzen, sowieso. Wieviel Sie für Ihr Geld bekommen, bestimmen Sie nämlich selbst.

In welchen Fragen lohnt es sich also für Sie, die IHK einzubinden?

Nehmen wir an, Sie fangen ganz neu an, sich mit Ihrer Selbständigkeit zu beschäftigen. Egal, ob Sie sich eher als projektorientiertes Startup oder als Unternehmensgründung sehen, ist es sehr hilfreich, einen gewissen Überblick über die Anforderungen zu erhalten.

Den bekommen Sie sehr effizient durch den Besuch einer Nachmittagsveranstaltung „Existenzgründung“, die einmal im Monat stattfindet. Sie kostet EUR 35 und gibt Ihnen wirklich umfassend alles mit, was Sie schon mal gehört haben sollten. Eine einstündige persönliche Beratung durch das Starter-Zentrum ist in diesem Preis auch enthalten.

Nach dieser Veranstaltung wissen Sie, wo Sie bei Ihrer Gründung aufpassen und ggf. Hilfe suchen sollten.

Eigentlich können Sie die IHKn aber immer ansprechen. Z.B., wenn Sie nicht so recht wissen, ob ihr Rechtsanwalt Sie richtig berät oder ob Ihr internationaler Kunde nach den Regeln spielt. Rufen Sie einfach die passenden Stellen an und fragen Sie nach. Sie werden sehen, da sitzen Leute, die sich ernsthaft um Ihr Anliegen kümmern.

Oder brauchen Sie Infos wegen eines Technologietransfers? Ist ein Kontakt zu einem bestimmten Unternehmen oder einer Behörde notwendig? Finanzierungsfragen? Nachfolge? Fördermittel? Fragen Sie nach!

Natürlich können Sie sich bei allen Fragen auch an uns, die TFU, wenden. Aber auch für uns ist die IHK ein wichtiger Bestandteil unseres Netzwerks. Wir haben unsere Ansprechpartner bei der IHK und können so rasch und unkompliziert einiges besser lösen, als wenn wir erst selbst recherchieren müssten.

Später im Unternehmensleben kommt dann das für mich extrem wichtige Thema Ausbildung dazu.

Ich bin ja viel international unterwegs und kenne keine Organisation, die so gut – vor allem für die mittelständische – Wirtschaft funktioniert, wie die IHK in Deutschland. Wie sonst könnten Ausbildungsgänge organisiert werden, die sowohl für Daimler als auch für die Maier GmbH mit 5 Angestellten (die überwiegende Mehrzahl, nämlich 90% aller Unternehmen in Deutschland hat weniger als 10 Angestellte) funktionieren?

Vergessen Sie nicht: die IHK ist zunächst einmal die Selbstverwaltung der Wirtschaft. Sie hat vom Staat einige Aufgaben übertragen bekommen, die sie für den Staat, aber gemeinsam mit der Wirtschaft durchführt, wie z.B. die Abwicklung von Exportgeschäften (Sie würden sich wundern, was da teilweise alles notwendig ist ..), vor allem aber soll die IHK die Belange der Wirtschaft vertreten. Und zwar durch Beteiligung der Wirtschaft. Gerade aufgrund der vielen kleinen Unternehmen in Deutschland, hat sich dieses System sehr bewährt. Sie können mitmachen und sich einbringen.

Ganz klar ist Kritik, wie immer, auch berechtigt. Die IHKn müssen sich den Zeiten anpassen. Viele tun das auch. Aber bevor Sie Vorurteile hegen: schauen Sie, was Sie bekommen und nutzen Sie das Angebot. Wir kennen die Kolleginnen und Kollegen und helfen Ihnen gerne weiter, um die richtigen zu finden.

IT Kongress der HNU startet

imageDas jährliche Treffen der regionalen ITler und Interessierter nimmt sich dieses Jahr des Themas Industrie 4.0 an – der Ulmer OB darunter. Als langjähriger Experte berichtet er über die Aktivitäten der Stadt Ulm, der Bürgerschaft die passende, sichere Infrastruktur bereit zu stellen.

Die TFU ist im einem Koopertionsprojekt mit dem Steinbeis-Institut dabei: „net schwätza, schaffa!“ Wenn wir Glück Haben, starten wir damit heute unser erstes Micro-Testbed.